20. Spieltag: SVMG - SV Immenried 0:0

Mit dem SV Immenried kam ein unangenehmer Gegner nach Maierhöfen. Den Gästen merkte man an, dass sie im Abstiegskampf noch jeden Punkt benötigen und dementsprechend diszipliniert spielten sie. Mit frühem Pressing machten sie dem Heimteam das Leben schwer, so dass an einen geordneten Spielaufbau nicht zu denken war. 

Zwar konnte der SVMG defensiv den Ball laufen lassen, fand nach vorne aber wenig Mittel und Wege. Im Mittelfeld machten die Gäste die Räume eng, verschoben gut und waren in den Zweikämpfen präsent. Der SVMG spielte in der Vorwärtsbewegung zu behäbig, so dass der SVI immer wieder genügend Zeit hatte, sich zu stellen. 

So blieben Chancen auf Seiten des SVMG eher Mangelware. Über außen wurde so gut wie gar nicht gespielt. Viel lief über die Mitte, wo der SVMG immer wieder in der vielbeinigen Defensivreihe des SVI hängen blieb. Hinzu kam, dass man sich immer wieder bis in den 16er durchspielen wollte, anstatt den Abschluss aus zweiter Reihe zu wagen. Aileen Stier im gegnerischen Gehäuse hatte so eine geruhsame erste Spielhälfte. Chancen hatte der SVMG nur wenige und ließ sich hier leicht abdrängen. Richtig Zug zum Tor war nicht vorhanden. 

Auf der anderen Seite hatte auch Franzi Immler wenig zu tun. Der SV Immenried, der nur mit einer Stürmerin spielte, hatte in der ersten Spielhälfte nur eine nennenswerte Chance, als sich der SVMG in der Defensive einen Abspielfehler leistete und in einen Konter lief. Doch hier behielt der SVI nicht die Nerven und konnte die Chance nicht nutzen. So ging man mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Pause. 

Nach der Pause forcierte der SVI seine Angriffsbemühungen und kam mit mehr Schwung aus der Kabine. Insgesamt waren die Gäste aber zu wenig clever bei den Abschlüssen. Das Spiel blieb weiterhin sehr zerfahren. Zu wenig Laufbereitschaft, viele unnötige Fehlpässe und eine träge Spielweise auf Seiten des SVMG taten ihr Übriges. 

Coach Christoph Sauter löste die Viererkette auf und spielte nur noch mit Dreierkette in der Defensive, um mehr Anspielstationen nach vorne zu schaffen. Leider fruchtete diese taktische Maßnahme nur bedingt. Offensiv wurde man zwar etwas präsenter aber Zwingendes kam dabei wenig heraus. Weiterhin leistete sich der SVMG zu viele Ballverluste und musste defensiv viel riskieren da man hier nur noch zu dritt verteidigte. 

Erst gegen Ende des Spiels erspielte sich der SVMG die eine oder andere Chance. Doch entweder waren die Abschlüsse zu harmlos oder bei guten Flankenbällen fehlten die Anspielstationen in der Zentrale. Trotzdem hatte die schön frei gespielte Geli Zeh noch die Großchance zum Sieg, doch ihr Abschluss landete in den Armen der gegnerischen Torspielerin. 

So blieb es bei der gerechten Punkteteilung in einem zerfahrenen Spiel. Kommende Woche muss man spritziger und präsenter sein, um beim aktuellen Tabellenführer SGM Haslach/Wangen nicht unterzugehen. Die Gastgeber mussten eine empfindliche Niederlage im Aufstiegsrennen hinnehmen und werden alles in die Waagschale werfen, um das gut zu machen.

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